Stellungnahmen & Aufrufe

Zu aktuellen Diskussionen oder als Anstoss für notwendige Auseinandersetzungen mit wichtigen Fragestellungen unserer Zeit publiziert der Club Helvétique Stellungnahmen. Er erlässt auch Aufrufe zu besonderen politischen oder gesellschaftlichen Ereignissen der Gegenwart und der Vergangenheit.

Weitere Stellungnahmen

Rahmenabkommen mit EU – offener Brief des Club Helvétique

Das Rahmenabkommen ist ein guter Plan A, ein brauchbarer Plan B existiert nicht.

Der Club Helvétique wendet sich in einem offenen Brief an den Bundesrat mit dem dringenden Anliegen, am Rahmenabkommen festzuhalten und das Verhältnis zur EU nicht weiter zu belasten.

Eine Schweiz, die Mauern statt Brücken baut und die Schuld immerzu bei den Anderen sucht, wird am Ende das verlieren, was sie so krampfhaft zu schützen versucht: ihre Entscheidungsfreiheit und ihren Wohlstand.

Der Verzicht auf die Vorteile des Abkommens ist für unser Land von grossem Schaden, die Schweiz ist auf den ungehinderten Zugang zum europäischen Markt ebenso angewiesen wie auf die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Forschung, Digitalisierung, Umwelt und Klima sowie Kultur.

Angesichts dessen, so der Club Helvétique, ist es unverantwortlich einer Haltung nachzugeben, welche das Abkommen torpedieren will, ohne eine halbwegs brauchbare Alternative vorweisen zu können. Hier der offene Brief an den Bundesrat im Wortlaut.

Medienmitteilung: Der Club Helvétique ist gegen das Burka-Verbot

Der Club Helvétique ist zwar umgekehrt weit davon entfernt, die Burka zu verteidigen. Aber das Burka-Verbot löst keine Probleme, sondern es schafft neue.

Die wichtigsten Argumente zusammengestellt:

  • Die Initiative löst ein «Problem», das in der Schweiz nicht existiert. Es gibt praktisch keine Burkaträgerinnen (Vollverschleierung) und ganz wenige Frauen mit Niquab (Gesichtsschleier).
  • Die Initiative verstärkt aber Vorurteile gegen muslimische Gruppen und fördert ein Klima der Intoleranz.
  • Sie richtet sich in ihrer Stossrichtung gegen eine Religion. Eine offene und pluralistische Gesellschaft wie unsere muss aber aushalten können, dass es vielfältige Lebens- und Glaubensformen gibt.
  • Mit dem Burka-Verbot fördert man nicht – wie behauptet – die Durchsetzung der Frauenrechte, sondern erschwert den betroffenen Frauen das Leben zusätzlich.
  • Es ist vollkommen grotesk, wenn eine Frau vor Nötigung geschützt werden soll, indem man sie dafür bestraft, Opfer einer Nötigung (zum Burkatragen) geworden zu sein.
  • Die SVP und erst recht deren Rechtsaussen-Flügel haben sich noch nie für Frauenrechte eingesetzt. Im Gegenteil. Wenn sie es jetzt tun, muss das andere Gründe haben:
  • Die Initianten wollen einmal mehr aufzeigen: der Islam gehört nicht zu unserer Gesellschaft.
  • Zu diesem Zweck wird das Thema Frauenrechte vorgeschoben. Man missbraucht es um für eine fremdenfeindliche Politik mobilisieren.
  • Viel erfolgversprechender als ein Sondergesetz für Musliminnen wäre der Abbau von Integrationsschranken beim Zugang zu Bildung, Arbeit und politischen Rechten.

Hier der vollständige Text der Medienmitteilung als PDF.



Grundlagenpapiere

Le Club Helvétique discute et analyse des sujets qui lui semblent politiquement importants pour l’Etat et la société. Il rédige et publie des textes fondamentaux qui leur sont consacrés.

Grundlagenpapiere

Volkssouveränität – ein Thesenpapier des Club Helvétique

Der Begriff der Volkssouveränität wird derzeit von zwei widersprüchlichen Entwicklungen erfasst. Einerseits führen der Souveränitätsverlust des Nationalstaates zur Schwächung der Handlungsmacht jedes Volkes, andererseits verleiht  die Erfahrung dieses „Kontrollverlustes“  dem Begriff  neue Bedeutung und damit weiterhin starke Mobilisierungskraft. Hier das Thesenpapier zur Volkssouveränität.

Integration neu denken

Fragen der Migration und der Integration sind seit langem zentrale politische Themen. In diesem Positionspapier befasst sich der Club Helvétique mit den Herausforderungen der Integration, der eine immer grössere Bedeutung für das gedeihliche Zusammen­leben innerhalb der Gesellschaft zukommt. Hier das Positionspapier des Club Helvétique.