Stellungnahmen & Aufrufe

Zu aktuellen Diskussionen oder als Anstoss für notwendige Auseinandersetzungen mit wichtigen Fragestellungen unserer Zeit publiziert der Club Helvétique Stellungnahmen. Er erlässt auch Aufrufe zu besonderen politischen oder gesellschaftlichen Ereignissen der Gegenwart und der Vergangenheit.

Weitere Stellungnahmen

In memoriam Hildegard Fässler

Die Nachricht vom Tod unserer Freundin und Kollegin Hilde Fässler, Mitgründerin des Club Helvétique, hat uns tieftraurig gestimmt. Wir denken an sie. Und ermessen den Verlust, die Trauer und den Schmerz.

Wir vermissen eine wunderbare Persönlichkeit und eine »force tranquille«, in der Politik wie im Alltag. Sie verkörperte in ihrer politischen Arbeit geradezu den Zweck des Club Helvétique, »die Pflege des eidgenössischen Staatsgedankens und die demokratische, fortschrittliche Entwicklung der Institutionen des Bundes«.

Pragmatisch und idealistisch zugleich; lösungsorientiert und prinzipienfest; geerdet und konzeptuell; engagiert und nüchtern; zugewandt und mit natürlicher Autorität; tatkräftig und deshalb zuversichtlich – auf ihre zurückhaltende, jedoch hoch präsente Art lebte sie lauter staatsbürgerliche Tugenden.

Wenn sie sich in unsere Analysen und Debatten zur Schweiz einbrachte, waren es meistens wenige Worte von grossem Gewicht. Der Club Helvétique hat ihr wesentliche Impulse und viel von seinem Geist zu verdanken.

Im Andenken an eine grande dame der Demokratie und Sozialdemokratie – und in trauriger, herzlicher Verbundenheit

Alle Mitglieder des Club Helvétique

Prise de position du Club Helvétique concernant
l’« initiative des 10 millions » de l’UDC

Le Club Helvétique se prononce, conformément à la prise de position suivante, en faveur d’un rejet clair de l’initiative de l’UDC visant à limiter la population suisse à un maximum de 10 millions. Le parti prend comme prétexte des questions relevant de la politique environnementale et sociale afin de résilier, à plus long terme, la « libre circulation des personnes » ainsi que d’autres accords internationaux, tout en discriminant les travailleuses et travailleurs nouvellement immigré.e.s. https://clubhelvetique.ch/wp-content/uploads/2026/05/Stellungnahme-10-MIo-Schweiz-frz_Mai2026.pdf



Grundlagenpapiere

Le Club Helvétique discute et analyse des sujets qui lui semblent politiquement importants pour l’Etat et la société. Il rédige et publie des textes fondamentaux qui leur sont consacrés.

Grundlagenpapiere

Bilaterale III – mehr als die übliche Abstimmung

Die Verträge sind unterschrieben, der Bundesrat hat zugestimmt, das Parlament kann beraten und 2027 wird das Volk voraussichtlich entscheiden. In einer Abstimmung, deren Bedeutung weit über das übliche Mass hinausgeht. Zur Diskussion steht die wichtigste aussenpolitische Positionierung der Schweiz seit der EWR-Abstimmung von 1992. Es geht ganz grundsätzlich darum, ob die Schweiz sich als Teil von Europa versteht und sich dort auch einbringen, Verantwortung übernehmen und Teilhabe erlangen will. Oder ob man weiter abseits stehen soll, wissend, dass man wirtschaftlich, politisch und erst recht militärisch von Europa abhängig ist und bleiben wird. Mit dieser Grundsatzfrage einher geht allerdings eine Fülle von einzelnen, meist komplexen Themenbereichen, die es zu verstehen gilt, wenn man die Konsequenzen der einen oder der anderen Option beurteilen will.

Der „Club Helvétique“ hat das Ziel, sich mit komplexen politischen, sozialen, wirtschaftlichen Themen zu befassen, populistischem Schwarz-Weiss-Malereien differenzierte Argumente entgegenzusetzen. So auch hier: Der “Club” spricht sich für die Bilateralen III aus, nachdem er sich über längere Zeit mit der Thematik, den einzelnen Aspekten davon auseinandergesetzt hat. Diese werden im Folgenden aufgezeigt : Bilaterale III Club H

Schweizer Schuldenbremse reformieren – nicht abschaffen

Das Thema «Schuldenbremse» rückt immer mehr in den Fokus der Finanzpolitik. In Deutschland, dem einzigen Land ausser der Schweiz, das eine Schuldenbremse eingeführt hat, wurde diese aufgrund des grossen Finanzbedarfs weitgehend ausser Kraft gesetzt. In der Schweiz dürfte eine Diskussion um dieses Thema auch Fahrt aufnehmen.

Für den Club Helvétique ist die Schuldenbremse von der Grundidee einer antizyklischen Fiskalpolitik her richtig, man soll sie nicht abschaffen, sie aber nicht rigider handhaben als nötig. Statt sie als Fetisch zu betrachten, sollten Lockerungen diskutiert werden, wie die flexible Anpassung an das Wirtschaftswachstum, eine symmetrische Behandlung von nicht geplanten Defiziten und Überschüssen oder eine regelgebundene Ausnahme für Investitionen (sog. «goldenen Regel»). Hier der vollständige Text: https://clubhelvetique.ch/wp-content/uploads/2025/04/Schuldenbremse-2025-Finale-Version-1.pdf