Prise de position du Club Helvétique concernant
l’« initiative des 10 millions » de l’UDC

Le Club Helvétique se prononce, conformément à la prise de position suivante, en faveur d’un rejet clair de l’initiative de l’UDC visant à limiter la population suisse à un maximum de 10 millions. Le parti prend comme prétexte des questions relevant de la politique environnementale et sociale afin de résilier, à plus long terme, la « libre circulation des personnes » ainsi que d’autres accords internationaux, tout en discriminant les travailleuses et travailleurs nouvellement immigré.e.s. https://clubhelvetique.ch/wp-content/uploads/2026/05/Stellungnahme-10-MIo-Schweiz-frz_Mai2026.pdf

Die «Nachhaltigkeits»-Initiative»: ein krasser Etikettenschwindel

Die Nachhaltigkeitsinitiative (besser: 10-Millionen- oder Chaos-Initiative) hat nichts mit Nachhaltigkeit zu tun, vor allem löst sie kein einziges der Probleme, die sie angeblich angeht, sie schafft aber sehr schwerwiegende zusätzliche. Effektiv geht es um eine Anti-Ausländer-Initiative wie wir sie alle paar Jahre von Rechtsaussen vorgesetzt bekommen. Sie will Zuwanderung bremsen, und zwar vor allem bei den AsylbewerberInnen und beim Familiennachzug. Wo es um Nachhaltigkeit geht, stehen die InitiantInnen der SVP hingegen konsequent auf der falschen Seite. Stichworte: Energiepolitik, Umweltpolitik, Verkehrspolitik, Sozialpolitik. 

Als Gründe für die Forderungen der Initiative werden zwar einige durchaus wichtige Themen angesprochen, an denen aber Massnahmen gegen die Aufnahme von Geflüchteten überhaupt nichts ändern würden: Wohnungsmangel, Zubetonierung der Umwelt, Überlastung von Strassen und ÖV, Stromversorgung, Sozialwerke. Wo hingegen mit Sicherheit dramatische Veränderungen spürbar würden und zwar negativ, sind die Bereiche medizinische Versorgung, Gastgewerbe, Landwirtschaft, es geht um Lohnschutz, um die Versorgung mit Fachkräften. Ganz zu schweigen von der schliesslich erforderlichen Kündigung der bilateralen Verträge mit der EU und der damit verbundenen enormen Verluste für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Schweiz. «Chaos-Initiative» ist insofern die genauere Beschreibung.

Schliesslich steht die Initiative in krassem Widerspruch zur humanitären Tradition der Schweiz und sie schadet mit ihren Forderungen der Glaubwürdigkeit unseres Landes hinsichtlich der Verbindlichkeit internationaler Abkommen. Es geht den InitiantInnen einmal mehr darum, Befürchtungen und Ängste von Menschen in politisches Kapital umzuwandeln und zwar mit dem Schüren von Fremdenfeindlichkeit. Dieses Rezept funktioniert leider seit langem sehr gut, auch weltweit. Die SVP spielt in diesem Bereich eine beschämende Vorreiterrolle. Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier. Stellungnahme_10-MIo-Schweiz_Mai2026